Lexicon of Arguments


Philosophical and Scientific Issues in Dispute
 
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Disputed term/author/ism Author
Entry
Reference
Mathematics Bergson
 
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Sokal I 206
Mathematik/Bergson/Bricmont/Sokal: SokalVsBergson: wir haben den Eindruck, dass es einen historischen Zusammenhang mit einer philosophischen Tradition gibt, die die Intuition oder die subjektive Erkenntnis über den Verstand stellt. Einer der brillantesten Vertreter dieser Denkweise ist zweifelsohne Bergson, der diesen Ansatz so weit trieb, dass er sogar mit Einstein über die Relativitätstheorie diskutierte.
Sokal I 207
Relativitätstheorie/Bergson/BergsonVsEinstein/SokalVsBergson: Bergson versucht nicht wirklich, das Neue in der Relativitätstheorie zu erkennen und daraus möglicherweise philosophische Schlussfolgerungen abzuleiten; vielmehr werden diese bereits zu Beginn aufgestellt und die gesamte Analyse zielt darauf ab zu zeigen, dass die physikalische Theorie si bestätigt (H. Bergson, Durée et simultanéité. Propos de la théorie d’Einstein, Paris, 1922(1968)). Sokal: Bergson hat nicht wenige Philosophen beeinflusst, über Jankélévitch und Merleau-Ponty bis hin zu Deleuze.
Sokal I 208
Wenn man den Aufwand betrachtet, mit dem herausragende Physiker wie Jean Becquerel, André Metz und Albert Einstein höchstpersönlich versucht haben, ihm die Relativitätstheorie zu erklären, ...lässt sich bei Bergson daher eine Unbeeinflussbarkeit durch empirische Argumente feststellen.
Sokal I 208
SokalVsBergson: seine Irrtümer sind ziemlich grundlegender Natur, immerhin verbreitet er keine falsche Gelehrsamkeit. Relativitätsprinzip/Galilei/Sokal: das Relativitätsprinzip war schon Galilei im Jahre 1632 bekannt.
Sokal I 211
BergsonVsEinstein: Bergson bestand darauf, dass „es unerheblich ist, ob eine Bewegung gleichförmig oder beschleunigt ist: beide Systeme sind gleichberechtigt zueinander, (Bergson 1922 (1968) S. 198). Bergson:… wenn nun jede (auch die beschleunigte) Bewegung relativ ist … steht es ihm frei zu definieren was er möchte….
SokalVsBergson: hier verwechselt Bergson zwei Dinge: die Beschreibung einer Bewegung (Kinematik) und die Gesetzmäßigkeiten, denen
Sokal I 209
diese Bewegung unterliegt (Dynamik). Es ist wohl richtig, zumindest für die Newtonsche Kinematik, dass die Transformationsformeln zwischen zwei Bezugssystemen vollkommen reziprok sind, selbst wenn beide Systeme sich in einer beschleunigten Bewegung zueinander befinden. Dennoch impliziert dies in keiner Weise, dass die Gesetze der Dynamik in Bezug auf die beiden Systeme die gleichen sind. Der Gedankengang Bergsons (S. 197) beruht auf einer elementaren Verwechslung zwischen einem Bezugssystem (etwa einem Zug in beschleunigter Bewegung) und der Bewegung von Objekten (z. B: Kugeln, die in dem fahrenden Zug auf dem Boden liegen) im Hinblick auf dieses Bezugssystem.

Bergs I
Henri Bergson
Dauer und Gleichzeitigkeit: Über Einsteins Relativitätstheorie Hamburg 2014

Relevance Einstein
 
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Genz II 314
Understanding/Einstein/Genz: (Interview with "The Listener"): I would like to know how God created the world. ~ The details are not very interesting. PauliVsEinstein: "Then I can paint like Rembrandt, only the details are missing."

Theory of Relativity Bergson
 
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Sokal I 218
Relativitätstheorie/Bergson/Bricmont/Sokal: (H. Bergson, Durée et simultanéité. Propos de la théorie d’Einstein, Paris, 1922(1968)): BergsonVsEinstein: Bergson weist die Voraussage des Zwillingsparadoxons schlicht zurück. SokalVsBergson: Bergson macht die Sache komplizierter, indem er eine Unterscheidung zwischen biologischen „Uhren“, insbesondere solche mit Bewusstsein (etwa Menschen) und nichtbiologischen Uhren macht.
Sokal I 220
SokalVsBergson: Bergson behauptet fälschlich, die beiden Beobachter seien austauschbar. Der Reisende muss drei Beschleunigungs- (und Abbrems-) Manöver über sich ergehen lassen, während der sein Zwilling davon verschont bleibt. Ein weiterer Fehler ist es anzunehmen, dass das Zwillingsparadox aus der Allgemeinen Relativitätstheorie ableitbar sei. Diesen Fehler findet man sogar in manchen physikalischen Fachtexten.
Sokal I 221
SokalVsBergson: sein Fehler ist ein doppelter: a) er ist zu „relativistisch“ weil er fälschlich annimmt, die beiden Beobachter wären austauschbar – b) er ist zu wenig „relativistisch“, weil er sich weigert, der von den Beobachtern gemessenen Zeit die gleiche Objektivität zuzugestehen.

Bergs I
Henri Bergson
Dauer und Gleichzeitigkeit: Über Einsteins Relativitätstheorie Hamburg 2014


The author or concept searched is found in the following 6 controversies.
Disputed term/author/ism Author Vs Author
Entry
Reference
Bohr, N. Einstein Vs Bohr, N.
 
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J. Gribbin Auf der Suche nach Schrödingers Kätzchen, München, Zürich 1991
VII 195
EinsteinVsBohr/VsKopenhagener Deutung: Bsp Uhr im Kasten, der außerdem Strahlung enthält. der Kasten öffnet sich nun zu einem genau von der Uhr bestimmten Zeitpunkt und lässt ein Photon heraus. Danach wird der Kasten gemessen. Da das Photon zwar keine Ruhemasse hat, aber Energie, kann man so Zeitpunkt und Energie genau messen!
VII 196
BohrVsEinstein: die Uhr ist an einer Feder aufgehängt (zur Dämpfung) nun hängt aber der Gang der Uhr von der Höhe über dem Mittelpunkt des Schwerefelds ab. Durch das Entweichen des Photons bewegt sich die Feder
VII 197
1. wegen der Gewichtsänderung des Kastens, 2. wegen des Rückstoßes! So ist der Ort nicht mehr fixierbar und auch nicht die Ganggenauigkeit der Uhr. (Einsteins eigene Argumente aus der RT).
Man könnte den Kasten fixieren, aber dann wäre es unmöglich, die Veränderung der Masse zu messen.
VII 198
Einstein-Polski-Rosen/EPRVsBohr: Kopenhagener Deutung unvollständig. Es gibt tatsächlich so etwas wie ein Uhrwerk im Universum. Die Welt der Teilchen ist die objektive Realität, auch wenn man sie nicht beobachtet.
VII 199
Bsp Wenn zwei korrelierte Teilchen auseinanderfliegen, sollte bei der Messung des einen das andere nicht gestört sein. So könnten wir dann gegen die Unschärferelation sowohl Ort als auch Impuls des fernen Teilchens messen. Andernfalls müssten wir eine "Fernwirkung" annehmen. Einstein: alles andere wäre keine "vernünftige Deutung der Realität". Darüber war man sich eigentlich einig, nur nicht darüber, was eine "vernünftige Deutung der Realität" eigentlich sei!
EPR scheiterte. Später durch das Experiment von Alain Aspect, 1982 bewiesen.
Einstein, A. Verschiedene Vs Einstein, A. Esfeld I 283
Verborgene Parameter/VP/David Bohm/Esfeld: am besten ausgearbeitete Theorie der VP. Aber mit Holismus vereinbar. Obwohl Bohm keine deterministische Sicht der Welt vertritt, ist seine Alternative zur herkömmlichen Quantenmechanik (QM) deterministisch.
These: ein Quantensystem (QS) hat zu jeder Zeit einen definiten Wert des Ortes. Dieser Wert ist der VP. Jedes QS hat folglich eine definite Bahn, die kausal determiniert ist. Das Verhalten das QS in der Messung ist ebenfalls kausal determiniert. "Kausale Interpretation der QM".
Abgesehen vom Ort sind alle anderen Observablen kontextabhängig.
Unabhängig vonm Kontext der Messung hat das Teilchen (QS) nur potentiell einen Wert der Observablen.
Messung/Bohm: aktualisiert die Eigenschaften. Z.B der Spin wird erworben.
Eigenschaften/QM/Bohm: sollten daher als dispositionell angesehen werden. (>Disposition). Unabhängig von VP.
I 284
QM/Bohm: These: es gibt ein Potential oder Quantenfeld. Es determiniert die Bahn des QS kausal. Das Quanten-Potential (QP) ist nicht lokal. BohmVsEinstein: im Unterschied zum klassischen Potential braucht das QP nicht mit dem räumlichen Abstand geringer zu werden!
Bohm/Esfeld: verletzt die Parameter Unabhängigkeit (PU), während die herkömmliche QM die Ergebnis Unabhängigkeit (EU) verletzt.
Quanten Potential: ist eine neue Art Interaktion (Kraft), nichtlokale Interaktion.
Also eine Verletzung der lokalen Wirkung.
I 285
Bohm/Esfeld: ist das ein gehaltvoller Holismus? Das Quanten Potential kann nicht in Begriffen vorher bestehender Beziehungen zwischen den Teilchen beschreiben werden. Es ist nicht durch die Orte der Teilchen alleine bestimmt. Es genügt daher nicht einer philosophischen Lokalitäts Bedingung wie der humeschen Supervenienz (Lewis, s.u.).
auf der anderen Seite identifiziert Bohm Nicht Lokalität mit unteilbarer Ganzheit und Nicht Separabilität.
Bohm ignoriert die Unterscheidung zwischen Nicht Separabilität und dem Verletzen der lokalen Wirkung.
Er führt mit dem QP eine neue, nicht lokale Wirkung ein.
Nichtlokale Wechselwirkung ist jedoch kein Holismus!
Holismus/Bohm/Esfeld: in Bezug auf Holismus ist Bohm zumindest doppeldeutig.

Hennig Genz Gedankenexperimente, Weinheim 1999
VIII 176
Uhrenexperiment/BohrVsEinstein: 1. keine vollkommen starre Anordnung kann als Waage dienen. Allgemein muss jeder Meßapparat auf Änderungen der Meßgröße reagieren können. Das macht sie zu einem Objekt, das selber der Unschärferelation QM unterliegt.(> Messen).
2. Jede Wägung (Messung) braucht Zeit. Um so mehr, je genauer sie sein soll.
Pointe: es ist gerade die AR, die Einstein widerlegt: je längere Zeit die Messung dauert und je größer die Höhenschwankung des Systems, desto weniger genau legt sie den Zeitpunkt fest, zu dem das Photon entwichen ist.





Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
Einstein, A. Feynman Vs Einstein, A.
 
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I 189
Gravitation Theory/Einstein: Thesis: accelerations are an imitation of gravity. Acceleration forces are pseudo-forces, they cannot be distinguished from gravitation. It is impossible to specify what portion stems from gravitation and which from the pseudo-forces.
VsEinstein: the antipodes are not accelerated!
EinsteinVsVs: Gravitation as a pseudo-force may only be considered at one point in each case. This leads to non-Euclidean geometry.

Fey
R. Feynman
Vom Wesen physikalischer Gesetze München 1993

Fey I
R. Feynman
Vorlesungen über Physik I München 2001
Einstein, A. Milne Vs Einstein, A.
 
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Kanitscheider I 214
MilneVsEinstein: Nachteil, dass die Gravitationstheorie nicht ein einziges Modell, sondern viele zulässt. Das zeigt einen falschen Ansatz der relativistischen Physik, der auf der Extrapolation der Laborphysik beruht.
I 215
Milne: These: wir sollten nicht von lokalen Gesetzen ausgehen und dann nach den Randbedingungen fragen, sondern von der Welt im Großen ausgehen und die lokalen Gesetze deduktiv gewinnen. (s.u.). Bei Milne tragen viele Züge der Welt Notwendigkeitscharakter. (Erschaffung der Welt!).
EinsteinVsMilne/Kanitscheider: würde sagen, dass nicht einzusehen ist, warum die von der lokalen Physik bewährte Methodologie scheitern soll, wonach der Theoretiker immer eine Vielzahl von möglichen Systemen entwirft, und dann eine Auswahl trifft.
Kanitscheider: letztlich ist Milne leichter falsifizierbar, weil man bei Einstein immer noch andere Modelle in petto hat, nach anderen Lösungen der Feldgleichungen.

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996
Einstein, A. Bell Vs Einstein, A.
 
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Henning Genz Gedankenexperimente, Weinheim 1999
VIII 88
BellVsEinstein/Information/Theorem/Genz: proved by him in 1964: perhaps something must occur faster than light, but certainly Einstein's concept of separation of space and time has to be abandoned by the speed of light. Example Suppose you flipped a coin and I was able to make it do an additional spin. You'll never know this, though, because you would not know whether the "original" result that would have been heads or tails. And I would not know it for the same reason, I would not know that I had the strength. ((s) in a particular case).
Various Authors Maturana Vs Various Authors
 
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I 218
Theory / Einstein: free creations of the mind. For him it was a paradox: "How can we still understand the universe using such theories?" - MaturanaVsEinstein: There is no such paradox: instead objectivity in parentheses.

Mat I
U. Maturana
Biologie der Realität Frankfurt 2000