Philosophy Lexicon of Arguments

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Order, philosophy: order is the division of a subject area by distinctions or the highlighting of certain differences as opposed to other differences. The resulting order can be one-dimensional or multi-dimensional, i.e. linear or spatial. Examples are family trees, lexicons, lists, alphabets. It may be that only an order makes certain characteristics visible, e.g. contour lines. Ordering spaces may be more than three-dimensional, e.g. in the attribution of temperatures to color-determined objects. See also conceptual space, hierarchies, distinctness, indistinguishability, stratification, identification, individuation, specification.
 
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II 262
Ordnung/Genz: wenn alles zu Staub zerfallen ist, ist die verbliebene Ordnung der Atome und Moleküle immer noch „unendlich“ viel größer als die abgebaute.
II 263
Def Mikrozustand/Gas/Genz. ist der Zustand der Gesamtheit der Moleküle (Ort und Geschwindigkeit der Moleküle. Verschiedene Mikrozustände sind mit demselben Makrozustand vereinbar.
Je größer das Volumen eines Gases, desto größer die Zahl der möglichen Mikrozustände.
Ordnung: daher befindet sich ein kleineres Gasvolumen immer in einem geordneteren Zustand als ein größeres.
II 264
Ordnung/Temperatur/Genz: analoges gilt hier: je höher die Temperatur ist, desto größer ist die Anzahl der möglichen Geschwindigkeiten einzelner Moleküle.

Def Entropie/Maß/Unordnung: ist die Zahl der möglichen Mikrozustände eines makroskopischen Objekts, die mit einem gegebenen Makrozustand dieses Objekts vereinbar sind.
Problem: 1. die Mikrozustände quantenmechanischer Objekte sind ganz andere.
2. für die Zählung der Zustände müssen den kontinuierlichen Variablen dann diskrete Werte zugewiesen werden.
Da die Zahl sehr groß ist, verwendet man nicht sie selbst, sondern die Zahl der Ziffern, die es erfordern würde, sie aufzuschreiben.
II 266ff
Wahrscheinlichkeit/Mikrozustand/Gas/Genz: es ist so unwahrscheinlich, dass alle Moleküle sich einmal in der linken Hälfte des Behälters zusammenfinden und die rechte leer lassen, dass sie in Weltaltern nicht auftritt. Das ist ein physikalisches "nie" oder "immer", kein mathematisches.
II 268
Erklärung/allgemein/Genz. allgemeine Erklärungen nehmen nicht Bezug auf bestimmte Körper. Sie sagen, dass alle Entwicklungen immer von unwahrscheinlichen zu wahrscheinlichen Zuständen führen.

Unmöglichkeit/physikalisch/Genz: anders als mathematische Unmöglichkeit: höchste Unwahrscheinlichkeit. Bsp es ist unmöglich einen Anfangszustand einzustellen, der dazu führen würde, dass alle Moleküle sich auf der linken Seite des Kastens versammeln, weil dieser sich unauffindbar isoliert in einem Kontinuum von Zuständen befindet, die keine solche Konsequenz haben.
II 310
Ordnung/Realismus/Idealismus/Descartes/Leibniz/Spinoza/Genz: These: die „Identität von idealer und realer Ordnung der Dinge“ beruht auf einem gemeinsamen Grund beider.
Descartes/Spinoza: das ist das Wirken Gottes als Schöpfer sowohl der Welt als auch des erkennenden Verstandes.
Leibniz: die prästabilierte Harmonie.
II 326
Ordnung/Unordnung/Entropie/Turingmaschine/Genz: es ist eine wichtige Frage, wie die Entropie als Maß von der willkürlich gewählten Größe der angenommenen Felder in einer Turingmaschine befreit werden kann.
Tatsächlich ist nicht nur der Ort der Teilchen zur Definition der Entropie erforderlich, sondern die simultane Angabe von Ort und Geschwindigkeit in einem Phasenraum. Für beide zusammen gilt aber die Unschärferelation.
Lösung: daher kann die Entropie auf die Einteilung des Phasenraums in Kästchen mit Volumina zurückgeführt werden, die so klein sind, wie es mit der Unschärfe von Ort und Geschwindigkeit vereinbar ist.

Gz I
H. Genz
Gedankenexperimente Weinheim 1999

Gz II
Henning Genz
Wie die Naturgesetze Wirklichkeit schaffen. Über Physik und Realität München 2002


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Ed. Martin Schulz, access date 2017-05-29