Philosophy Lexicon of Arguments

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Experience: a) reflected perception, which can be compared with prior perceptions and can be processed linguistically. See also events, perception, sensations, empiricism.
b) an event that is processed in the consciousness of a subject. No mere imagination. See also events, imagination, consciousness.


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Annotation: The above characterizations of concepts are neither definitions nor exhausting presentations of problems related to them. Instead, they are intended to give a short introduction to the contributions below. – Lexicon of Arguments.

 
Author Item Excerpt Meta data

 
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Metzinger I 63
Erleben/Bieri: Sinnesempfindungen, Farben, Töne, Körperempfindungen, Stimmungen wie Hass oder Heiterkeit, , Triebe und Bedürfnisse. Diese Zustände sind in uns nicht nur vorhanden, sie "fühlen sich auf eine bestimmte Weise an".
Die Erlebnisse gibt es nur, solange sie bewusst sind. Es bleiben kein Schmerz und keine Angst übrig, wenn die Empfindungen verschwunden sind.
Erlebnisse sind genauso, wie sie erscheinen.
Erlebtwerden ist etwas anderes als Gedacht Geglaubt oder Beurteiltwerden. Dass etwas sich so und so anfühlt ist etwas anderes, als dass ich es für das und das halte.
Das physiologische Geschehen bestimmt das Erleben, nicht umgekehrt.
I 72
Kausalität/Erklärung/Bieri: wenn wir sie rein physiologisch aufbauen, wissen wir, wie wir sie fortsetzen können, d.h. immer kleinteiliger werden.
Das geht aber nicht, wenn die Erklärung mit einem Erlebnis beginnt. Dann müssen wir irgendwo auf die physiologische Ebene wechseln. Aber dann haben wir das Thema gewechselt!
I 72
Erleben/Bieri: entscheidend ist, dass es hier keinen Unterschied zwischen Erscheinung und Wirklichkeit gibt. Daraus folgt, dass es keinen Sinn hat anzunehmen, man könne über die Empfindung hinaus noch etwas anderes über die Natur eines Erlebnisses herausfinden.
Und was könnte es heißen, wenn wir annehmen wollten, wir hätten die wahre Natur von Schmerzempfindung noch nicht heraus gefunden? Wir wissen doch, was Schmerzen sind!
Erleben ist in sich einfach, unstrukturiert. (Was unsere Erlebnisseite betrifft).
Nun könnte man annehmen, die physiologische Seite, die sich ja z.B. durch PET sichtbar machen lässt, führe uns zu einer versteckten Komplexität!
Vs: dennoch führt uns das nur wieder zurück zu unserem einfachen Erleben.
Erleben/Bieri: vielleicht haben wir gar kein Erleben, vielleicht sind unsere Erlebnisse nur Meinungen? So könnte man überhaupt den Unterschied von kognitivem Bewusstsein und Erleben auflösen. Also kognitive Strukturen ohne Erlebnisgehalt?
Das würde uns auch nicht weiterhelfen, denn das wäre nichts weiter als ein Selbstmodell und eine Selbstrepräsentation.
I 63
Erlebnisse/Bieri: gibt es nur, solange sie bewusst sind - sie sind genau so, wie sie erscheinen - dass sich etwas so und so anfühlt ist etwas anderes, als dass ich es für etwas halte.
I 71
Gehirn/Bewusstsein/Erleben/Bieri: können wir uns nicht mit dem zufrieden geben, was wir haben: Kovarianz, Abhängigkeit, Determination? - nein: dann verstehen wir auch nicht, wie unser erleben kausal wirksam werden kann - es gibt eine vollständige Kausalerklärung für alles physiologische - daher scheint Bewußtsein ohne Bedeutung für irgendeine Verursachung - unser gesamtes Verhalten könnte entfremdet sein - wegen der kausalen Lückenlosigkeit der Physiologie nicht auszuschließen.
I 72
Erleben/Erlebnis/Bieri: entscheidend ist, dass es hier keinen Unterschied zwischen Erscheinung und Wirklichkeit gibt - es hat also keinen Sinn hat anzunehmen, man könne über die Empfindung hinaus noch etwas über die Natur eines Erlebnisses herausfinden.
I 74
Wir haben keine Ahnung, was als Lösung, als Verstehen zählen würde.


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Explanation of symbols: Roman numerals indicate the source, arabic numerals indicate the page number. The corresponding books are indicated on the right hand side. ((s)…): Comment by the sender of the contribution.

Bieri I
P. Bieri
Analytische Philosophie des Geistes Weinheim 2007

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996




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Ed. Martin Schulz, access date 2017-07-24